In den meisten Berufen wird heute ständig neues Wissen gebraucht. Wenn ihr die Schule und die Uni beendet habt, dann ist es mit dem Lernen nicht vorbei. Vielmehr wird im Job heute ständig neues Know How gefordert. Software, Hardware, rechtliche Rahmenbedingungen und Arbeitsprozesse wandeln sich ständig und wenn ihr mithalten möchtet, dann kommt ihr um konstantes Lernen nicht herum. In der heutigen Arbeitswelt erwarten Vorgesetzte nicht nur Fachwissen, sondern auch die ständige Bereitschaft sich neuen Wissen anzueignen. Die Digitalisierung hat das Arbeiten von Grund auf verändert und das lebenslange Lernen ist eine der Grundqualifikationen geworden. Lebenslanges Lernen ist als kein Modewort, sondern Realität in den meisten deutschen Unternehmen. Die betriebliche Weiterbildung befähigt Mitarbeitet in der heutigen Wissensgesellschaft auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Für alle die, die im Beruf Karriere machen und sich weiterentwickeln möchten, ist die berufliche Weiterbildung eine lohnenswerte Investition. Über die Hälfte der Angestellten ist sich bewusst, dass Fortbildungen im Job sehr wichtig sind und vom Chef erwartet werden. Gut 75 Prozent aller Arbeitnehmer gehen davon aus, dass die Fortbildung im Beruf in den kommen Jahren sogar noch wichtiger werden wird.

[ultimate_heading main_heading=“Die berufliche Weiterbildung lohnt sich aus mehreren Gründen“][/ultimate_heading]

Ihr wollt im Job Karriere machen oder sogar in eine Führungsposition aufsteigen? Dann kommt ihr um eine Weiterbildung im Beruf nicht herum. Die fortlaufende Aktualisierung von Wissen verbessert eure Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt, macht selbstbewusst und hilft zudem in der Gehaltsverhandlung mit dem Vorgesetzten. Laut einer Umfrage des Instituts für Lernsysteme sind 80 Prozent der Arbeitnehmer nach einer beruflichen Weiterbildung selbstbewusster und haben das Gefühl kompetenter zu sein. Gut 45 Prozent konnten nach einer beruflichen Weiterbildung sogar befördert werden und sich karrieretechnisch verbessern.

Eine Weiterbildung bietet zudem gute Chance auf eine Spezialisierung im Beruf und ihr könnt dadurch eure Kompetenzen erweitern und so für neue Positionen qualifizieren. So kann eine Weiterbildung zum Social Media Manager in einem Unternehmen, das eine entsprechende Abteilung aufbauen soll, dazu führen, dass ihr die neue Position übernehmen könnt. Auf diese Art und Weise könnt ihr in einen neue Position gelangen und unter Umständen sogar Führungsaufgaben übernehmen. Eine neue Tätigkeit kann spannend sein und einen Zuwachs an Verantwortung mit sich bringen, den ihr ohne eine Weiterbildung nicht hättet realisieren können.

Einer Weiterbildung ist dabei nicht nur für die aktuelle Arbeitsstelle relevant. Eine gute Weiterbildung ist eine Weiterqualifikation, die auch in Phasen der Arbeitslosigkeit Sinn machen kann, um sich über den vorherigen Job hinaus für einen neuen Arbeitsplatz zu qualifizieren. Wer wieder ins Berufsleben einsteigen möchte, kann so zeigen, dass er zu einem aktuellen Thema frische Expertise gewonnen hat und dies beim Wiedereinstieg erfolgreich einsetzten. Viele Weiterbildungsangebote werden von der Agentur für Arbeit finanziert, so dass die Fortbildung quasi kostenlos für euch ist. Eine Weiterbildung ist aus den genannten Gründen auch nach einer Elternzeit oder einem Jahr Auszeit während eines Sabbaticals sinnvoll. Weitere Informationen zu Weiterbildungen und auch zahlreiche Anleitungen, um online zu lernen und sein Wissen zu erweitern findet man auf UNI-24.de.

[ultimate_heading main_heading=“Interne und externe Weiterbildung“][/ultimate_heading]

Bei der beruflichen Fortbildung ist zu unterscheiden zwischen Weiterbildungen im Betrieb und externen Fortbildungsangeboten. Wird die Weiterbildung vom Betrieb organisiert, dann spricht man von betriebliche Weiterbildung. Größere Unternehmen haben ganze Abteilungen, die Fortbildungsprogramme organisieren und ausführen. Kleinere Firmen nutzen oft externe Dienstleister, die das Unternehmen bei der Organisation mit zusätzlichen Ressourcen unterstützen. Meist wird zudem die spezialisierten Dozenten gestellt, gerade wenn es um Kurse aus Spezialgebieten geht. So können viele Mitarbeiter zur gleichen Zeit geschult werden und eine ganze Abteilung fortgebildet werden. Auf der anderen Seite sind auch Mentorenprogramme beliebt, bei denen ein erfahrener Mitarbeiter einem neuen Kollegen zugeteilt wird und über einen längeren Zeitraum fachlich und persönlich unterstützt und fortbildet.

Neben neue Fachkenntnissen gibt es viele Weiterbildungsmaßnahmen aus dem Bereich Management und Führungsverantwortung. Mitarbeiter werden dabei zu Führungskräften ausgebildet oder übernehmen eine Projektleitung. Auch hier wird in größeren Unternehmen die Mitarbeiterentwicklung meist inhouse vorgenommen während in kleineren Unternehmen die Mitarbeiter von externen Dozenten oder in externen Workshops und Kursen unterrichtet werden. Im Endeffekt kommt es darauf an die benötigten Kompetenten schnell und kompetent vermittelt zu bekommen, damit das Unternehmen von der Weiterbildung des Mitarbeiters profitieren kann.

Dadurch wird sichergestellt, dass die eigenen Mitarbeiter an die sich schnell verändernden Bedingungen der modernen Arbeitswelt angepasst sind. Das Unternehmen profitiert dabei von kompetenten Mitarbeitern, die über gute Fähigkeiten für die Ausführung ihrer Aufgaben in der Firm verfügen und die Mitarbeiter profitieren von hochwertigen Weiterbildungen, deren Kosten in den meisten Fällen vom Unternehmen getragen werden.

In der Gesamtschau muss man allerdings sagen, dass die betriebliche Weiterbildung von den Arbeitgebern noch nicht ausreichend genutzt wird. Verschiedene Studien, die von Hochschulen und Stiftungen in Deutschland durchgeführt wurden, haben im Jahr 2016 offengelegt, dass noch immer die Mehrzahl der Arbeitnehmer und ein großer Teil der Führungskräfte keinen Fokus auf eine betriebliche Weiterbildung legen. Nur etwa 25 Prozent alle Chefs thematisieren die Fortbildung des Mitarbeiters während des Mitarbeitergesprächs. Zudem erklärten viele Mitarbeiter, dass die Unternehmen nach wie vor nicht genügend Fortbildungsprogramm anbieten.

Aus diesem Grund müssen Arbeitnehmer von sich aus aktiv werden und aus eigenem Interessen in ihre berufliche Weiterbildung investieren. Denkt darüber nach wie euch eine Fortbildung weiterqualifizieren könnte und wie auch euer Arbeitsgeber davon profitieren wird. Mit guten Argumenten für eine Fortbildung werden die meisten Chefs nicht abgeneigt sein, euch bei einer Fortbildungsmaßnahme zu unterstützen. Er kann zu diesem Zweck Sonderurlaub gewähren oder sogar einen Teil oder den gesamten Kurs auf Kosten des Unternehmens finanzieren. Wichtig ist dabei zu zeigen, dass die Fortbildung auch dem Unternehmen zugutekommen wird. In den meisten Fällen stehen Chefs einer Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter positiv und helfen gern, denn eine gut ausgebildete Fachkraft ist für jedes Unternehmen ein Gewinn. Zudem wissen Chefs, dass die Möglichkeit einer Weiterbildungsmaßnahme im Anschluss die Loyalität eines Arbeitsnehmers steigern wird. So profitieren Mitarbeiter und Arbeitgeber zu gleichen Teilen.

[ultimate_heading main_heading=“Übernahme der Kosten für eine Weiterbildung“][/ultimate_heading]

Weiterbildungen sind teuer, da sie in der Regel mehrere Tage dauern und die Dozenten gefragte Spezialisten sind, die zu den Besten ihres Faches gehören. So kommen schnell mehrere hundert Euro an Kursgebühren zusammen. Ihr solltet Euch durch die Kosten allerdings nicht entmutigen lassen, da oft eine Übernahme der Kosten durch den Chef oder staatliche Stellen möglich ist. Und auch für den Fall, dass ihr die Kosten für eine Weiterbildungsmaßnahme am Ende selber trägt, könnt ihr mit steuerlichen Vorteilen rechnen, die ihr dann über die Steuererklärung wieder einfordern könnt.

[ultimate_heading main_heading=“Kostenübernahme durch den Arbeitgeber“][/ultimate_heading]

Von einer Weiterbildung profitiert auch euer Arbeitgeber. Viele Chefs fördern daher ihre Mitarbeiter bei der Fortbildung und gewähren Sonderurlaub oder finanzieren dem Mitarbeiter die Fortbildungsveranstaltung. Ihr könnt also euren Chef fragen, ob er die Kosten übernimmt oder zumindest einen Teil des finanziellen Aufwandes für die Weiterbildung trägt. In jedem Fall sollte er euch bei der Arbeitszeit entgegenkommen, denn in den meisten Bundesländern gibt es ein gesetzliches Recht auf Urlaub zur beruflichen Weiterbildung oder zur politischen Bildung. Ausnahmen davon bestehen nur in Bayern und Sachsen. In allen anderen Bundesländern bekommt ihr bis zu fünf Tage Sonderurlaub, um auch beruflich weiterzubilden. Leider nehmen immer noch zu wenige Arbeitnehmer diese Recht auch tatsächlich in Anspruch.

Größere Unternehmen bieten auch interne Fortbildungen für Mitarbeiter an, erwarten aber dann von auch oft euch einen gewissen Einsatz. Viele Vorgesetzte schränken das Kündigungsrecht auf einige Jahre ein, wenn sie dem Arbeitnehmer eine aufwendige Fortbildung finanzieren. Schließlich möchte das Unternehmen auch von eurem erweiterten Wissen profitieren. Andernfalls würde das Unternehmen für deine Weiterentwicklung zahlen, aber ein anderer Betrieb von den dazugewonnenen Kompetenzen profitieren. Oft besteht aber die Möglichkeit sich zu vergleichen, wenn ihr das Unternehmen vorzeitig wechseln wollt. Ihre müsst dann eben einen Teil der Kosten übernehmen.

[ultimate_heading main_heading=“Staatliche Förderung“][/ultimate_heading]

Finanziert euch der Arbeitgeber einer Weiterbildung nicht, dann gibt es staatliche Fördermöglichkeiten, die euch die Weiterbildung finanzieren können.

Die Bildungsprämie ist ein Programm des Bundesbildungsministeriums mit dem Personen gefördert werden, die weniger als Zwanzigtausend Euro im Jahr verdienen. Möglich sind dann Weiterbildungen bei anerkannten Trägern und zuvor muss eine Beratung absolvieret werden.

Wenn ihr euch zum Meister, Techniker oder Betriebswirt weiterbilden wollt, dann habt ihr Anspruch auf das ein spezielles Bafög. Mit diesem Bafög werden mehr als 700 Abschlüssen gefördert und wenn ihr die nötigen Zulassungsvoraussetzungen und Qualifikationen erfüllt, dann ist eine Förderung möglich. Wer schon über einen Hochschulabschluss verfügt, kann nicht mehr gefördert werden.

Der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit soll die Weiterbildung von Arbeitnehmern und Arbeitslosen fördern, um diesen Personen die Rückkehr in den Beruf oder aber den Wechsel in einen anderen Job bei drohender Arbeitslosigkeit zu erleichtern. Das Arbeitsamt entscheidend Einzelfallbezogen über die Notwenigkeit der Fortbildungsmaßnahme und fördert nur anerkannte Maßnahmen. Für den Bildungsgutschein muss vorab ein Beratungsgespräch beim Arbeitsamt absolviert werden.

Wenn ihr bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt, dann habt ihr möglicherweise Anspruch auf ein Weiterbildungsstipendium. Dafür müsst ihr die Berufsausbildung abgeschlossen haben und noch unter 25 Jahre alt sein. Zudem müssen Antragssteller besondere Leistungen in der Ausbildung erbracht haben. Dazu zählen zum Beispiel sehr gute Noten. Ein Weiterbildungsstipendium läuft dann über bis zu drei Jahre um Fortbildungsmaßnahmen zu finanzieren.

[ultimate_heading main_heading=“Checkliste: Den passenden Kurs finden“][/ultimate_heading]

Die eigenen Ziele

Zuerst müsst ihr wissen, was genau ihr mit der Weiterbildung erreichen wollt. Ist euer Ziel ein Jobwechsel oder wollt ihr euch in eurem Unternehmen für eine andere Position qualifizieren? Ist ein Wechsel der Fachrichtung oder eher eine Beförderung mit der Übernahme von mehr Verantwortung das Ziel?

Unter Umständen wollt ihr auch den Arbeitsplatz aufgeben um nach einer Weiterbildung in die Selbstständigkeit zu starten. Je genauer ihr wisst wohin ihr euch entwickeln wollte, desto besser könnt ihr euch auf die Weiterbildung vorbereiten und einen passenden Kurs aussuchen. Wenn ihr nicht genau wisst, welche Fortbildungsmaßname in Betracht kommt, könnt ihr euch auch an eine kostenlose Bildungsberatung wenden.

Onlinekurs oder Präsenzstudium

Im Weiterbildungsdschungel findet ihr verschiedene Kursformen. Es ist abhängig von der verfügbaren Zeit und sicher auch eine finanzielle Frage, ob ihr einen flexiblen Onlinekurst buchen oder besser ein Präsenzstudium absolvieren wollt. Viele Weiterbildungsmaßnahmen werden heute als Fernlehrgänge angeboten, die mit Präsenzphasen untermauert sind.

Anbietvergleich

Wenn ihr wisst, wonach ihr sucht und einige Weiterbildungsanbieter in die Enge Wahl nehmen könnt, solltest ihr die Anbieter miteinander vergleichen. Inhaltliche Unterschiede sind genauso relevant wie die Preise. Auch der Ruf eines Anbieters kann manchmal wichtiger sein, als finanzielle Erwägungen zumal wenn der Arbeitsgeber die Fortbildungsmaßnahme finanziert.

Daneben solltest ihr überprüfen, ob die Inhalte des Kurses passen und ob ihr irgendwelche Vorkenntnisse mitbringen müsst. Auch der Aufbau des Kurses kann sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Manche Kurse werden in Kleingruppen durchgeführt und andere Kurse in großen Klassen. Und schlussendlich ist wichtig, dass ihr ein aussagekräftiges Zeugnis bekommen werdend, denn diese Dokumente sind insbesondere für spätere Bewerbungen interessant.

[ultimate_heading main_heading=“Lebenslanges Lernen ist heute wichtiger denn je“][/ultimate_heading]

Auch nach Abschluss der Schullaufbahn müsst ihr euch darauf einstellen, auch im Beruf weiter lernen und neuen Wissen erwerben zu müssen. Gerade wer Karriere machen oder befördert werden möchte, kommt um eine betriebliche Weiterbildung nicht herum. Es hängt dann ganz vom eigenen Arbeitgeber ab, ob solche Kurse intern angeboten werden oder ihr euch selbst um entsprechende Fortbildungen bemühen müsst. In vielen Fällen hat der Chef aber ein Interesse daran, euch bei der Weiterbildung zu unterstützen denn auch der Vorgesetzte und der Arbeitgeber profitieren letzten Endes von eurem verbesserten Know-How. Und für Euch als Arbeitnehmer ist eine Weiterbildung nicht nur ein Zuwachs an Wissen und Können, sondern sie macht sich oft auch in Form einer Gehaltserhöhung bemerkbar.