Was ist Datenerfassung?

Zu Beginn sollte an dieser Stelle erst einmal eine Definition für das Wort: Datenerfassung geliefert werden, um den eigentlichen Kern der betrachteten Angelegenheit vor Augen zu führen.

Als Datenerfassung versteht man sämtliche Methoden, die dazu dienen, Daten oder zusammengehörige Datengruppen zu messen und zu zählen, wobei dies in zeitlicher Hinsicht sowohl parallel als auch chronologisch erfolgen kann. Typischerweise ist die Messgröße direkt zugänglich, oder aber auch die mit ihr festgehaltene Ersatzgröße. Dazu gehört auch, dass die Daten und/oder Datengruppen mit Hilfe von Kennzeichen und Lesegeräten gelesen bzw. erfasst werden.

Was kann man darunter verstehen?

Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter dem Begriff Datenerfassung einen Arbeitsvorgang, bei dem bereits vorliegende Daten z.B. in Papierform auf einen Computer übertragen und auf einem Speichermedium wie der lokalen Festplatte gespeichert werden.

Ein Beispiel dafür wäre jemand, der Daten am Computer erfasst. Dies kann sowohl an einem Arbeitsplatz als auch zu Hause erfolgen. Der Begriff „Datenerfassung“ oder der Vorgang „Erfassung von Daten“ wird oftmals fälschlicherweise verwechselt mit der „Datenerhebung“ oder dem Vorgang „Erhebung von Daten“. Die Datenerhebung kann als mathematische Methode angesehen werden, die eine Messgröße (ohne direkten Zugang) mit einem erfassten Parameter in Verbindung setzt und ohne zeitliche Bindung berechnet.

Die Datenerhebung ist vor allem ein Thema in der deskriptiven Statistik – sie ist nicht Gegenstand unserer Betrachtung; Es sollte hier lediglich eine Begriffsabgrenzung zur Datenerfassung erfolgen, damit keinerlei Verwechslung zu Stande kommt und somit unsere Ausführungen nicht ihren Sinn und/oder Gehalt verlieren.

Jobs im Bereich der Datenerfassung

Im Bereich der Datenerfassung haben sich mit der Zeit auch Berufsfelder und zugehörige Berufsbezeichnungen und verschiedene Versionen dieser entwickelt. Wie die Berufsbezeichnung bereits offenlegt, ist ein Datenerfasser für die Erfassung von Daten zuständig.

Er hinterlegt die ihm vorliegenden Daten in einer Datenbank durch die Eingabe in einen PC. Dabei kann es sich bspw. um Personaldaten handeln. Auch kann er im Rahmen der Marktforschung Befragungen durchführen und die Ergebnisse dann im Anschluss hinterlegen. Wenn die Umfrage rein schriftlich erfolgt, hinterlegt er die Ergebnisse bzw. Meinungen auf dem Papier in dieser Datenbank.

Ein breites Aufgabenspektrum

Der Datenerfasser ist aber nicht nur für das Eintragen von Daten in eine Datenbank zuständig. Er ist auch für die Texterfassung zuständig. Diese Erfassung kann im Rahmen eines Diktates erfolgen oder aber auch durch die Transkription von Audio-Dateien in Textdokumente. Er sortiert, korrigiert, kontrolliert und wertet die zusammengestellten Daten aus. Falls es vorkommen sollte, dass der Informationsgehalt lückenhaft ist, ist es die Aufgabe des Datenerfassers weitere Informationen zur Schließung dieser Lücke einzuholen und zu verarbeiten.

Natürlich ist es unerlässlich, dass der Datenerfasser zur Ausübung seiner Tätigkeit über eine hohe Routine im Umgang mit erforderlicher Software wie z.B. einer geeigneten Tabellenkalkulations-, Textverarbeitungs- und Datenbankprogrammen besitzt. Weiterhin sollte der Datenerfasser eine hohe Geschwindigkeit bei der Erfassung und Verarbeitung von Daten aufweisen.

Datentypist

Der Datentypist ist verantwortlich für die Dateneingabe von elektronisch nicht verarbeitbaren Medien in Datenerfassungsgeräte bzw. Datenerfassungssystem.

Beispiele für nicht verarbeitbare Medien sind:

  • Papiere
  • Formulare
  • Listen
  • Tabellen
  • Diktate
  • Tonbänder
  • Anrufe

Die Aufgaben des Datentypisten

Seine Hauptaufgabe ist somit nahezu deckungsgleich mit der des Datenerfassers. Jedoch liegt der Fokus des Datentypisten mehr auf der Unterstützung bei der Durchführung von Studien und Marktforschungen.

Die Resultate dieser werden dann in die Datenbank eingepflegt. Wichtiges Merkmal der Arbeit des Datentypisten ist, dass die gesammelten Daten, evtl. nach Vorgaben, strukturiert, geordnet und ggf. auch korrigiert werden. Damit sind diese Daten auch für andere Arbeiter des Unternehmens oder der Studie in der Lage auf bestimmte erforderliche Daten zuzugreifen, um eine zügige und durchgreifende Arbeit zu ermöglichen.

Datenerfassung als Heimarbeit

Es gibt Unternehmen, die eigenes, bereits vorhandenes, Büropersonal für die Datenerfassung abstellen. Sind jedoch die zu bewältigenden Datenmengen in einer außerordentlichen Dimension, kann es zu Problemen im Betriebsablauf führen, wenn ausschließlich eigenes Personal dafür in Anspruch genommen werden sollte. Aus diesem Grund gibt es Unternehmen die gänzlich, oder auch nur teilweise, diese Art von Arbeit an Dienstleitungsunternehmen abgeben, die sich auf Datenerfassung spezialisiert haben.

Solche DL-Unternehmen arbeiten in der Regel mit Menschen, die die Datenerfassungs-Arbeit von zu Hause aus seriös bewerkstelligen, also in der Art von einem Home-Office-Datenerfassungs-Job. An der Ausführung der Arbeit ändert die Tatsache, dass der Datenerfassung-Job von zu Hause in PC-Heimarbeit erfolgt, rein gar nichts. Bei dieser Art von Arbeit handelt es sich mehr um die Eingabe und Pflege von Adress-, Vertrags- und Mitgliederdaten für Unternehmen.

Virtuelle Assistenz

Das Thema der virtuellen Assistenz wurde bereits auf einer anderen Unterseite behandelt. Aus diesem Grund wird die virtuelle Assistenz an dieser Stelle nur kurz behandelt.

Persönliche Assistenten bzw. Sekretäre kennt man schon seit sehr langer Zeit. Aber virtuelle Assistenz ist eher ein neueres Phänomen. Diese Leute sind keine internen Mitarbeiter von Unternehmen. Eher kann man sie als externe Fachleute bezeichnen, die Unternehmen oder Personen bei der Bewerkstelligung ihrer zu erledigenden Arbeiten behilflich sind.

Abhängig von seiner Qualifikation kann der virtuelle Assistent die unterschiedlichsten Aufgaben übernehmen. Beispiele hierfür sind Kunden-Akquise und –Recherche, Organisation von Events, Marketingberatung, Protokollerfassung, Übersetzungen und Webseitenbetreuung und –pflege.

Freiberufliche Assistenten sind flexibel einsetzbar

Virtuelle Assistenten üben ihre Arbeit als Freiberufler und eigenständige Unternehmer aus oder finden ihre Kunden unter dem Einsatz von spezialisierten Agenturen. Es wäre nicht weit hergeholt, wenn man davon ausgehen würde, dass viele dieser Unternehmen und vor allem Personen, die die Dienste dieser virtuellen Assistenten in Anspruch nehmen, noch nie einen dieser unsichtbaren „virtuelle Helfer“ jemals zu Gesicht bekommen haben.

Flexibel einsetzbar

Ein neuer Trend?

Der Beruf des virtuellen Assistenten ist wie schon bereits gesagt ein relativ neues Phänomen. Man muss sich jedoch folgendes vor Augen führen. Es wird erwartet, dass der Online Arbeitsmarkt in den kommenden zehn Jahren einen Wert im zwei-stelligen Milliardenbereich erreichen wird. Demzufolge wird natürlich auch der Bedarf an der Arbeit von virtuellen Assistenten steigen. Outsourcing betrifft nicht nur multinationale Konzerne, die ihre Software in Indien programmieren lassen, ihre Call-Center-Services von Osteuropa aus anbieten und ihre Produktion nach Fernost, vor allem China, verlagern.

Eine vielschichtige Branche

Es existieren genug Einzel-, Klein- und mittelständische Online-Unternehmen, die auf die Hilfe von außenstehenden angewiesen. Einige Berufsbilder und deren Ausprägungen wurden hier vorgestellt. Der Kern der ganzen Angelegenheit ist die Tatsache, dass die ausgeführten Arbeiten von zu Hause aus erfüllt werden können, ohne physisch an dem Ort des Austraggebers bzw. Unternehmens anwesend sein zu müssen.

Das ständige Hin und Her

Zum einen fällt das Problem des Pendelns vollkommen weg. Wenn der Arbeitsort nicht mit dem Wohnort übereinstimmt, fallen oftmals täglich mehrere Stunden Hin- und Rückfahrt zu und vom Arbeitsplatz an. Auf Dauer kann dieser Sachverhalt durchaus zu einer psychischen und physischen Belastung für den Arbeitnehmer darstellen. Wenn noch eine Familie dazu kommt, die zu Hause auf einen wartet, nimmt die belastende Situation größere Ausmaße an.

Mutter und Arbeit?

Zum anderen sind nicht die Frauen zu vergessen, die bedingt durch eine anstehende, oder frisch vollzogene Schwangerschaft nicht in der Lage sind, ihre Arbeit fortzuführen oder wieder aufzunehmen. Diese Frauen können bedingt durch die neue familiäre Situation nicht einfach zu ihrem vorherigen gewohnten Arbeitsumfeld zurückkehren, ohne dabei das neue Familienmitglied zu vernachlässigen. Also ist gleichzeitiges Arbeiten und mehr Zeit mit der Familie zu verbringen nicht mit einander vereinbar. Eine Arbeit als virtuelle Assistentin ist hier in diesem Fall eine sehr willkommene Chance das Familienleben aufrecht zu erhalten und dabei nicht vom Arbeitsleben vollständig weggezerrt zu werden.

Natürlich ist dieser Beruf nicht nur für Frauen oder Mütter gedacht, jedoch zeigen Umfragen, dass nur ein verschwindend geringer Anteil der Menschen, die als „Virtual Assistant“ arbeiten, Männer sind. Der Frauenanteil in dieser Branche liegt bei 70%. Mit der Zeit besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit die gemachten Erfahrungen zu nutzen, um sich gänzlich selbstständig zu machen und ein eigenes Unternehmen auf die Beine zu stellen.

Es wird letztendlich klar, dass die Arbeit von einem Home-Office aus natürlich nicht nur für Menschen in Notlagen gedacht ist, sondern ein zukunftsträchtiges Arbeitsmodell darstellt, wessen Bedeutung im Licht der derzeitigen Entwicklung und Zukunftsprognosen noch weiter zunehmen wird.

Was sind die Voraussetzung für eine Datenerfassung?

Natürlich gibt es auch Kriterien für eine korrekte und sinnvolle Datenerfassung:

  • Die Vollständigkeit und Richtigkeit der erfassten Daten sind unerlässlich.
  • Bereits im Voraus müssen Quoten festgesetzt werden, die dann auch eingehalten werden müssen. Also besteht ein Bedarf an einer Mindestmenge von Daten, die erfasst werden sollen.
  • Die Datenerfassung stellt einen relativ aufwendigen Arbeitsvorgang dar, vor allem wenn der Umfang der zu erfassenden Daten sehr hoch ist. Um einen korrekten Ablauf zu bewerkstelligen, muss das Vorgehen bei der Datenerfassung in einer gut geplanten, durchorganisierten und stark strukturierten Weise erfolgen.
  • Bevor man mit der Datenerfassung beginnt, muss entschieden werden, welches Auswertungsverfahren gewählt wird. So kann man eine Verschönerung oder Veränderung der Daten im Nachhinein vermeiden.

Möglichkeiten der Datenerhebung

Verschiedene Möglichkeiten der DatenerfassungManuelle Datenerfassung

Hier werden die Daten einzig und allein von einer Arbeitskraft per Hand aufgenommen. Ebenfalls der nächste Arbeitsschritt, die Zweiterfassung bzw. das Prüftippen, geschieht manuell von Hand. Diese Art der Datenerfassung ist im Grunde für Dokumente gedacht, die auf Papier basieren. Dabei kann es sich um nur schwerlich lesbare Belege, handschriftlich festgehaltene Listen oder Fragebögen handeln. Gemessen daran, dass bereits aus technischer Sicht viel leichtere und schnellere Möglichkeiten gibt, erscheint die manuelle Datenerfassung natürlich überholt. Jedoch besitzt diese Methode einen hohen Grad an Richtigkeit und Vollständigkeit.

Automatisierte Datenerfassung

Bei dieser Methode werden die Dokumente, Belege, Listen usw., die die zu erfassenden Daten liefern, gescannt. In diesem Rahmen wird sowohl ein schwarz-weiß als auch ein Farbbild des Beleges erzeugt. Durch den Einsatz einer Optical Caharacter Recognition (OCR-Erkennung) wird das schwarz-weiße Bild dann auf digitaler Basis weiterverarbeitet. Somit erfolgt hier der erste Arbeitsschritt der Ersterfassung nicht durch menschliche Hand, wie bei der manuellen Datenerfassung, sondern durch eine Texterkennungssoftware.

In einem nächsten Schritt überprüft die Software dann die eingescannten Zeichen. Erkannte Zeichen werden bestätigt, nicht erkannte oder zweifelhaft zugeordnete werden dann in einer Maske für die Korrektur übertragen, um durch eine Erfassungskraft visuell überprüft zu werden. Diese kann dann falls erforderlich sein sollte, Korrekturen vornehmen.

Diese Methode ermöglicht einen sehr hohen Grad an Automatisierung. Besonders Belege, die maschinell ausgefüllt wurden und Belege, die zur automatisierten Datenerfassung optimiert wurden, werden mit besonders hoher Genauigkeit erfasst, mit sehr wenigen oder gar keinen manuellen Eingriffen.

Online Datenerfassung

Während der Datenerfassung mit dieser Methode besteht für die Zeit der Datenerfassung eine direkte Verbindung zwischen dem Kundensystem (Host-System) und der Erfassungsstelle (Erfassungssystem). In der Regel wird dabei eine sichere Internetverbindung benutzt gekoppelt mit einer Art von Zugangstechnik.

Die Erfassung der Daten erfolgt erst nach dem erfolgreichen Zugang zum Host-System und wird in Echtzeit dort gespeichert. Die Hauptstärke einer Online-Erfassung liegt in der simultanen Erfassung und der daraus resultierenden direkten Verarbeitung der Daten im Host-System.

Mobile Datenerfassung

Hierunter ist ein Konzept zu verstehen, welches eine Datenerfassung ermöglicht, welches nicht an einen Computer-Arbeitsplatz gebunden ist. Eine mobile Datenerfassung ist vor allem bei Handels-, Produktions- und Industrieunternehmen gängig.

Bei dieser Methode werden die relevanten Daten ohne eine lokale Bindung erfasst und für die Adressaten der Informationen bereitgestellt. Mobile Endgeräte werden zur Anzeige und Erfassung genutzt. Abhängig davon, für welchen Zweck die Daten erforderlich sind, können die Lösungen für die Erfassungsprobleme auf unterschiedliche Art und Weise ausgestaltet werden (z.B. Barcodescanner). Ein erheblicher Vorteil bei der mobilen Datenerfassung ist der minimierte Zeitaufwand.

Weitere Vorteile können wie folgt angereiht werden:

  • Keine doppelte Datenerfassung
  • Keine Medienbrüche – keine Notwendigkeit der manuellen Datenerfassung beim Datenerfassungsprozess
  • Keine Leerfahrten
  • Keine unnötigen Laufwege
  • Keine zusätzliche Belastung durch Umwege
  • Keine Übertragungsfehler
  • Schon bei der Erfassung kann die Plausibilität kontrolliert werden
  • Die Datenbank ist immer auf dem aktuellsten Stand
  • Die Prozesse werden optimiert und sind somit um ein vielfaches effizienter (insbesondere zeitliche Komponente)
  • Gegebenenfalls existierende Potentiale können aufgedeckt werden

Unterwegs alles erledigen

Möglichkeiten der DatenübertragungBei der mobilen Datenerfassung kann auch die Auftragsvergabe per mobiler Endgeräte vorgenommen werden. Hier muss lediglich entschieden werden, welche Methode für die Auftragsvergabe angewendet wird. Grundsätzlich kann zwischen zwei Arten (Push- und Pull-Verfahren) unterschieden werden.

Push-Verfahren

Bei diesem Verfahren werden die User mit der automatischen Auftragsvergabe auf deren mobile Endgeräte zur Erledigung des Auftrags aufgefordert. Falls besondere Aufträge erteilt werden müssen, können somit direkt die dafür qualifizierten Arbeiter damit beauftragt werden.
Als Beispiel können hier technische Außendienstmitarbeiter eines Technikerunternehmens genannt werden, die ihre Aufträge direkt auf ihre mobilen Endgeräte erhalten. Bei einem Notfall kann der Mitarbeiter direkt kontaktiert und mit der Lösung des Problems beauftragt werden. Das kann derjenige sein, der in der unmittelbaren Nähe des Einsatzortes ist, oder derjenige, der das nötige Equipment und Know-How besitzt. Die Aufträge werden dann ihrer Dringlichkeit entsprechend in den Ablaufplan des Mitarbeiters aufgenommen und ihm auf seinem mobilen Endgerät angezeigt.

Pull-Verfahren

Diese Methode ermöglicht es den Mitarbeitern die noch zu erledigenden Aufgaben selbst aus dem System zu nehmen. Bei Abschluss eines Auftrages teilt er dies über sein mobiles Endgerät mit. Das System erfasst den Abschluss des gemeldeten Arbeitsschrittes und stellt einen neuen Auftrag in die To-Do-Liste.

Besonders angebracht ist solch eine Methode für das Lagerhaltungssystem eines Unternehmens – vor allem Logistikunternehmen. Praktisch werden demnach alle ausstehenden Aufträge als Liste im System hinterlegt, erledigte wieder rausgenommen und neue erneut hinterlegt.

Je nach Priorität und individueller Machbarkeit werden dann die Aufträge von den Mitarbeitern selbst entgegengenommen und werden nicht wie bei dem Push-Verfahren von vornherein jedem Mitarbeiter vom System direkt zugeteilt. In Abhängigkeit von dem Grad der Aktualität, die von den zu erfassenden Daten erwartet wird, können Lösungen für die mobile Datenerfassung sowohl online als auch offline ausgestaltet werden.

Offline-Datenübertragung

Daten, die relevant für die Erfassung sind, werden in bestimmten Zeitabständen auf das mobile Endgerät übertragen und gespeichert. Darüber hinaus werden auch neue Daten auf dem mobilen Endgerät abgelegt. Die Datenübertragung findet in der Regel erst dann statt, wenn das Endgerät angeschlossen wird an eine Basisstation.

Online-Datenübertragung

Im Gegensatz zur Offline-Datenübertragung basiert die Online-Datenübertragung auf einem Datenaustausch, der permanent erfolgt. Dadurch wird sichergestellt, dass der Datenbestand sowohl im System selber als auch auf dem mobilen Endgerät zu jeder Zeit identisch und auf dem aktuellsten Stand ist. Wenn man jedoch die Entscheidung zugunsten der Online-Datenübertragung fällt, muss eine permanente Netzabdeckung gewährleistet sein.

Es ist aber auch nicht immer zu garantieren, dass eine ununterbrochene Netzabdeckung gegeben ist. Wenn man sich im Außendienst befindet könnte das durchaus der Fall sein. In solch einer Situation kann natürlich die Datenerfassung bis zum Zeitpunkt der Möglichkeit der Online-Datenübertragung zum System Offline erfolgen. Also ist auch eine Mischform von Offline- und Online-Datenübertragung denkbar.

Vor dem Hintergrund der vielfältigen Möglichkeiten und Einsatzgebiete für die mobile Datenerfassung ist es nicht verwunderlich, dass auch die Möglichkeiten für die Ausgestaltung und Formen der mobilen Endgeräte sehr facettenreich sind. Diese reichen von Smartphones über PDAs, Terminals und Tablet-PCs bis hin zu mobilen Terminals. Natürlich müssen diese Geräte auch die Fähigkeit besitzen, die zu erfassenden Daten zu scannen.

Solche Funktionen bestehen zwar mittlerweile in den meisten Geräten, jedoch müssen für solche, die keine Scanfunktion besitzen Erweiterungen installiert werden (z.B. Scan-Aufsätze). Als Betriebssystem für diese Geräte kommen alle gängigen und bekannten Systeme in Frage (Windows Mobile, Android, IOS usw.). Jedoch existieren auch schon speziell für solche Geräte entwickelte Betriebssysteme (z.B. das Windows 8.1 Embedded Handheld).

Vor allem wenn solche Geräte in Industrieunternehmen zum Einsatz kommen, wo sie in Umfeldern genutzt werden, in denen z.B. Extremtemperaturen herrschen. Inzwischen existieren bereits solche Geräte und sind in Nutzung.

Datenerfassungssysteme

Es soll an dieser Stelle eine allgemeine Übersicht aufgezeigt werden, welche unterschiedlichen Arten von Datenerfassungssystemen existieren.

Drahtlose Datenerfassungssysteme

Diese Art der Datenerfassung ist kostengünstig und zeiteffizient. Es muss keine Verdrahtung der Prozesssensoren erfolgen. Anstelle dessen werden Transmitter (Messumformer) verwendet, welche die erfassten Daten an eine Basisstation senden. In der Regel ist diese Station mit einem Computer verbunden.

Die drahtlosen Messumformer werden genutzt, um Daten bezüglich Temperatur, Feuchte, Wiederstand, Impulse und Prozesssignale zu erfassen und an die Basis weiterzuleiten, wo sie dann abgespeichert werden. Die Daten, die an die Basis gesendet werden, werden über Empfänger erfasst, die z.B. über eine USB- oder Ethernet-Schnittstelle mit dem Computer verbunden.

Datenerfassungskarten

Die Datenerfassungskarten sind am internen BUS eines Computers angebracht. Durch diese direkte Anbindung zum Computer besitzen sie eine erheblich hohe Geschwindigkeit. Dieser direkte Verbindungsweg ist unter dem Aspekt der Kosteneinsparung auch von Bedeutung. Es besteht keine Gehäuse- oder separate Stromversorgungs-Notwendigkeit. Diese Karten sind ausschließlich für Computer gedacht.

Solche Karten unterscheiden sich in folgenden Aspekten:

  • Anzahl der Eingänge
  • Anzahl der Ausgänge
  • Geschwindigkeit der Karte
  • Funktionalität der Karte
  • Unabhängig von der Anzahl der in einem Computer angebracht Karten, sind jeder von ihnen ein einmaliger Adressbereich innerhalb des Systems zugeordnet. Über diesen fest vordefinierten Bereich greift die Anwendungssoftware auf die Erfassungskarte und deren zugehörigen Komponenten zu.

Datenerfassungssysteme mit serieller Schnittstelle

Die Datenerfassung mit Hilfe dieser Methode ist dann ratsam, falls die Messung in größerer Entfernung zum Standort des Computers vorgenommen werden soll. In Abhängigkeit davon, welchen Kommunikationsstandard man verwendet, variiert dann auch die Entfernung, über die man die benötigten Daten erfassen kann.

USB-Datenerfassungssystem

Tablet Usb StickDieses System ist eine weitere verbreitete Methode zur Messung von Daten. Bei dieser Art von System ist es möglich neben Geräten zu Datenerfassung auch andere Geräte wie z.B. Monitore, Modems und Drucker.

Es existieren zahlreiche Vorteile des USB-Datenerfassungssystems. Hervorzuheben ist aber hier die im Vergleich zu anderen Systemen die sehr hohe Bandbreite (Geschwindigkeit der Datenübertragung) und die Möglichkeit der Versorgung von externen (peripheren) Geräten.

Der USB-Anschluss ist in der Lage alleine die Spannungsversorgung bereitzustellen. Hieraus folgt, dass lediglich ein Kabel notwendig ist, um Computer und Messsystem miteinander in Verbindung zu setzen.

Datenschutz

Zu guter Letzt sollten nicht vergessen werden, auch auf den Schutz der erfassten Daten einzugehen. Insbesondere Daten, die im Internet preisgegeben werden, sollten mit Vorsicht behandelt werden. Zwar gilt dies für jede Art von Information, aber besonders Daten, die personen- und unternehmensbezogen sind, bedürfen besonderem Schutz.
Diese Tatsache ist zwar kein Phänomen der Neuzeit. Schutzbedürftige Daten und Informationen hat es bereits immer gegeben.

Aber die bahnbrechenden Entwicklungen in der digitalen Welt haben Arbeitsvorgänge wie:

  • Datenerfassung
  • Datenhaltung
  • Datenanalyse
  • Datenverarbeitung
  • Datenweitergabe
  • Datensicherheit

Daten sind essentiell

Das Internet, der elektronische Austausch von Nachrichten (E-Mail), digitalisierte Ton- und Videoaufnahmen, die Möglichkeit elektronisch Zahlungen vorzunehmen erweisen sich als neue Wege der Datenerfassung. Für viele Menschen ist die Notwendigkeit für den Schutz von Daten zwar kein fremder Begriff, aber doch eher ein vernachlässigbarer Sachverhalt. Dies kann darauf zurückgeführt werden, dass sie den Wert dieser Informationen nicht ganz begreifen, oder einfach nur ignorieren.

Man muss sich allerdings vor Augen führen, dass sogar alle staatlichen Stellen Informationen benötigen, um alle notwendigen Aktivitäten im Blick halten zu können. Banken müssen wisse, ob die Kunden kreditwürdig sind, also ihre Schulden begleichen werden können.

Daten werden permanent und überall erfasst und es muss sichergestellt sein, dass diese Daten nicht gestohlen oder gefälscht werden.

Datenerfassung
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